vielschichtig. neugierig. emotional
So bin ich, und so zeige ich mich in meiner Kunst.

Geschichten. Erzählen

Ich möchte die Menschen mit auf die Reise nehmen. Auf die Reise zu und mit unseren Sinnen. Auf die Reise zu Erlebtem, Erhofftem, Erahntem. Auf die Reise zu unserer Geschichte und zu unseren Geschichten. Die Tore werden geöffnet, der Blick freigelegt.
Der Blick in die Seele.

In der Kunst sprechen mich verschiedene Medien zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Gemütslagen unterschiedlich an. So skulpturiere ich für mein Leben gerne mit unterschiedlichen Materialien, beheimatet – wenn man so will – fühle ich mich aber in der Malerei. In der Malerei kommt meine eigene Buntheit zum Ausdruck und spiegelt sich in den Werken wieder.

Ich empfinde die Malerei wie eine Unterhaltung. Wir kommunizieren miteinander, mein Bild und ich. Wir sind in Beziehung zueinander. Ich male, erzähle also Geschichten und gehe in Resonanz. Immer wieder. Mit mir und dem Bild. Bis ich es weiß. Bis das Bild mir meine Geschichten wiedererzählen kann. Wie ein Spiegelbild.
Ein Spiegel meiner Seele.

Dann gebe ich es frei, mein Bild. Für den Betrachter. Vielleicht versteht dieser Betrachter meine Sprache nicht, doch er ahnt, dass es da etwas zu finden gibt. Es liegt an ihm, mich im Bild aufzuspüren, zu erahnen. Und vielleicht findet er Teile von mir, die ich selber noch gar nicht kannte. Es liegt an ihm, noch genauer hinzusehen, sich einzulassen um dann vielleicht Teile seiner eigenen Seele darin zu erahnen.

Leidenschaft und Farbe. Gestalt und Wort

Es spielen Intuition und Leidenschaft eine entscheidende Rolle. Sie beeinflussen die Wahl der Farben – von energiegeladenen jauchzenden bis samtweichen gelassenen Farben. Und sie beeinflussen die Wahl der Technik – von Pinsel bis Spachtel, von fein bis grob strukturiert.

Ahnen. Das Bild hinter dem Bild. Diese Idee hat mich schon immer fasziniert. Ich male und übermale und übermale nochmals um später wieder Farbe abzukratzen und wieder darüber zu spachteln und wieder abzukratzen. Bildern einen Umhang zu geben, sie leiser oder lauter zu machen, übermalen, überspachteln weil zu laut und wieder wegzukratzen weil das Darunterliegende mit aller Kraft Gehör verlangt – das fasziniert mich an der Malerei.
Ahnen. Hinspüren. Sehen, was sich eröffnet.

Immer öfter findet auch das geschriebene Wort in meinen Bildern Platz. Es drängt an die Oberfläche, will Bedeutung geben und Bedeutung sein. Es taucht auf und ich erlaube ihm den Zutritt ins Bild. Ich spreche es aus, schreibe es auf. Sag es laut und sag es leise. Schreibe es in verschiedenen Schriftarten.
Es hält das Bild zusammen, macht es ganz. Macht mich ganz.

Ich verwende das Wort als Fragment, dadurch verstärkt sich seine Bedeutung und regt gleichzeitig die Fantasie des Betrachters an. Er kann Analogien zu seinem Leben entdecken, die Ränder seines Denkens erweitern.
Think outside the box.